Rituale für die schwerste Stunde

Wie Judentum, Christentum und Islam den Lebenden Trost und den Toten Begleitung auf dem letzten Weg geben.

Abbildung Rituale für die schwerste Stunde

Zwölf Monate braucht die Seele eines Verstorbenen, um sich zu reinigen. Im Judentum hilft ihr dabei das Kaddisch. Es soll die Seele bei ihrem Aufstieg zu Gott unterstützen. „Eigentlich ist das gar kein Totengebet, sondern eine Lobpreisung Gottes. Aber in der schwersten Stunde, wenn man beginnt zu zweifeln, sagt man dieses Gebet“, erklärt Daniel Neumann. Zur Jüdischen Gemeinde Darmstadt, deren Geschäftsführer er ist, gehören auch die Kreise Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg, Bergstraße und Odenwald. Rund 650 Mitglieder gibt es.

Das jüdische Trauern folgt genauen Ritualen. So verlässt der Trauernde in der ersten Woche nicht das Haus. Allein ist er dennoch nicht: Die Gemeinschaft versorgt ihn und sie ist auch nötig, um das Kaddisch sprechen zu können – denn mindestens zehn jüdische Männer über 13 Jahre müssen versammelt sein. „Es wird bei uns als heiliger angesehen, in der Gemeinschaft zu beten“, sagt Neumann.

Den ausführlichen Artikel über den Umgang der Weltreligionen mit dem Thema Trauer finden Sie auf den Seiten von Echo-Online.

  

(Bildquelle: echo-online.de)

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