Die Stimme der Geschichte spricht vom Leben - Neugestaltung des Jüdischen Museums in Darmstadt

Ritula Fränkels Neugestaltung bringt die Dinge zum Reden und gibt den Menschen ein Gesicht – Erinnerung reicht weit über Auschwitz hinaus.

Abbildung Die Stimme der Geschichte spricht vom Leben - Neugestaltung des Jüdischen Museums in Darmstadt

Der Holocaust hat dem jüdischen Volk doppelt Unrecht zugefügt. Nicht genug, dass sich Juden beispielloser Verfolgung ausgesetzt sahen. Über das historische Verbrechen hinaus, dem sie anheimfielen, ist ihre Identität nun auf alle Zeit mit dieser Opfergeschichte verknüpft. Von welcher Seite auch immer man sich dem Judentum nähert: Der Weg führt nach Auschwitz.

Welches Verhängnis, dass auf ewig der jüdische Tod sich vor das jüdische Leben stellen wird! Es ist dieses Bewusstsein, das Gespür für das Zwanghafte dieser Sicht, was allmählich ein Umdenken beim Gedenken bewirkt. Und die Museumspädagogik zu neuen Ansätzen bringt, inhaltlich wie konzeptionell. Möglich wurde das vielleicht auch, weil die Erinnerungsarbeit allmählich von einer Sache der Opfer zu einer Sache der Täter wird. Und weil sich die jüdischen Gemeinden nach 1989 füllten – mit Menschen, denen der Holocaust oft ebenso fern war wie die Traditionen jüdischen Lebens, die rituellen wie die familiären.

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(Bildquelle: echo-online.de)

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