Da darf’s in der Synagoge richtig laut werden - Purim in der Jüdischen Gemeinde Darmstadt

Alt und Jung feiern ausgelassen das Purimfest, eine Art jüdischen Karneval – Kinder verspeisen Hamans Ohren – Bösewicht in Lumpen.

Abbildung Da darf’s in der Synagoge richtig laut werden - Purim in der Jüdischen Gemeinde Darmstadt

Trotz Eis und Schnee waren am Samstagabend zahlreiche Gemeindemitglieder zusammengekommen, um mit der Lesung der biblischen Purim-Geschichte den Beginn des Festes zu feiern. Anders als sonst ist bei diesem Gottesdienst Krach machen ausdrücklich erwünscht.

Immer wenn Vorbeter Yachin Nahmany den Namen von Haman, des Bösewichts der Geschichte, erwähnte, betätigten die Anwesenden lautstark ihre eigens mitgebrachten Rätschen. So soll symbolisch der Name desjenigen, der vor knapp 2500 Jahren die Vernichtung der persischen Juden plante (mehr dazu auf dieser Seite), ausgelöscht werden. Im Anschluss an den Gottesdienst wurden von den Kindern Essenskörbe, sogenannte Mischloach Manot, verteilt, damit auch die Bedürftigen angemessen Purim feiern können.

Am Sonntag fanden sich dann in der Synagoge in der Wilhelm-Glässing-Straße Jung und Alt ein, um den fröhlichen und ausgelassenen Teil des Fests mit Verkleidungen und Musik zu begehen. Vor allem dieser Teil von Purim und die zeitliche Nähe zu den „tollen Tagen“ haben dazu geführt, dass man das Fest auch als jüdischen Karneval bezeichnet.

Den ausführlichen Bericht über das Purimfest in der Jüdischen Gemeinde Darmstadt finden Siein unserem Archiv oder auf den Seiten von Echo-Online.

  

(Bildquelle: Echo-Online.de)

Zur Übersicht