Lernen in der Synagoge

Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Bad Nauheim spricht über das Judentum.

Abbildung Lernen in der Synagoge

Ans Einschlafen ohne Schlaftabletten ist für den Mann im sonnengelben Pullunder, hellgelben Hemd und gelb-weiß-karierter Krawatte nicht zu denken. Monik Mlynarski hat den Holocaust überlebt, er träumt noch oft von der schrecklichen Zeit. Den Todesmarsch ins Konzentrationslager Buchenwald im Februar 1945 habe er in einem Versteck überlebt. „Ich habe mich vier Tage zwischen Tote gelegt.“

Doch davon spricht der 90-jährige Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Bad Nauheim nur am Rande des Besuchs des Butzbacher Bündnisses für Demokratie und Toleranz in der Nauheimer Synagoge. Heute will er den 13 Gästen das Judentum im Schnelldurchlauf näher bringen. Mlynarski erzählt Witze und Anekdoten über jüdische Traditionen, Feiertage und Rituale und schwärmt von Frauen: „Bei uns sind sie die Göttinnen.“

Und ab und an fällt ein Satz wie dieser: „Es gab auch gute Leute, sonst hätte ich nicht überlebt in Buchenwald.“ Um dann im nächsten Satz über die rituelle Beschneidung von Jungen zu sprechen: „Man merkt gar nichts, ich habe bei mir auch nichts gemerkt“, sagt Mlynarski und lacht.

Den ausführlichen Artikel über das Treffen des Butzbacher Bündnisses für Demokratie und Toleranz in der Nauheimer Synagoge finden Sie auf den Seiten der Frankfurter Rundschau.

  

(Bildquelle: FR-Online.de)

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