Wiesbadens Jüdische Gemeinde weiht ihr neues Lehrhaus ein

Der Kursbetrieb im neuen jüdischen Lehrhaus in der Friedrichstraße beginnt im August. Gefeiert wurde die Eröffnung jedoch bereits am Sonntag.

Abbildung Wiesbadens Jüdische Gemeinde weiht ihr neues Lehrhaus ein

 „Ein Teil unseres Angebots wird im neuen Programm der Volkshochschule veröffentlicht. Wir möchten, dass die Wiesbadener schon vorher von unserem Haus erfahren“, sagt Steve Landau. Er ist Geschäftsführer der jüdischen Gemeinde und gleichzeitig Leiter des Lehrhauses.

Jacob Gutmark, Dezernent für Kultur in der Gemeinde, erzählt die Geschichte des Hauses: „Franz Rosenzweig gründete 1920 in Frankfurt das ,Freie Jüdische Lehrhaus‘, eine Stätte für die Erwachsenenbildung. Auf der Agenda stand der Grundsatz: Das Lehrhaus soll uns lehren, warum und wozu wir sind.“ Traditionelles jüdisches Wissen und handlungsorientierte Wissensvermittlung sollten auch in die nichtjüdische Umgebung getragen werden.

Rosenzweigs pädagogisches Modell wurde nach seinem Tod 1929 von dem Religionsphilosophen Martin Buber, dem Psychologen Erich Fromm, dem Pädagogen Ernst Simon und dem Arzt Richard Koch bis 1938 weiter betrieben.

Den ausführlichen Artikel über die Einweihung des Jüdischen Lehrhauses in Wiesbaden finden Sie auf den Seiten des Wiesbadener Kurier.

  

(Bildquelle: Wiesbadener-Kurier.de)

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