Purim im Juli

Jüdische Gemeinde Kassel setzt verstärkt auf Jugendarbeit.

Abbildung Purim im Juli

Einen Moment lang ist in der Kasseler Synagoge Purim, auch wenn die Jahreszeit so gar nicht dazu passen mag. 24 Kinder machen mächtig Radau, als Yana Fayerovych Hamans Namen ausspricht. Während des Machane in den Sommerferien gingen die Kinder ins Museum, ins Kino oder sie besuchten einen Freizeitpark.

Doch sie sollten zugleich – ganz spielerisch – etwas über jüdische Religion erfahren, deshalb ging es an einem Tag um den Kalender und die Feiertage. Der Andrang zum Machane war dieses Jahr groß. Die Gemeinde hatte nicht nur die Kinder ihrer Mitglieder, sondern auch Mädchen und Jungen aus nichthalachischen Familien eingeladen.

Unterricht Yana fragt die Kinder, die auf Kissen und Polstern auf dem Boden des Gemeinderaumes sitzen: »Was sind die Zehn Gebote?« Ein Junge meldet sich und ruft: »Zehn kleine Regeln, wie die Menschen leben sollen!« Yana korrigiert: »Das sind keine kleinen Regeln, sondern große Gebote.« Michael Dondikov, der ihr während dieser ungewöhnlichen Unterrichtsstunde zur Seite steht, klärt die Kinder darüber auf, dass es insgesamt 613 Mizwot gibt. Viele davon, beruhigt er seine überraschten Zuhörer, beachtet man, ohne dass man es weiß. »Zum Beispiel, wenn man für arme Leute spendet oder den Großeltern hilft.«

Den ausführlichen Artikel zur Jugendarbeit in der Jüdischen Gemeinde Kassel finden Sie auf den Seiten der Jüdischen Allgemeine.

  

(Bildquelle: Juedische-Allgemeine.de)

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