Gedenken an November-Pogrome gegen die Juden vor 75 Jahren in Fulda

In Erinnerung an die November-Pogrome gegen die Juden vor 75 Jahren haben sich am Platz der ehemaligen Synagoge, in der heutigen Straße "Am Stockhaus" in Fulda, am Samstagabend zahlreiche Fuldaer zu einer Gedenkveranstaltung eingefunden.

Abbildung Gedenken an November-Pogrome gegen die Juden vor 75 Jahren in Fulda

Zu der Veranstaltung eingeladen hatten die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und der Magistrat der Stadt Fulda. Bevor Oberbürgermeister Gerhard Möller in seiner Gedenkrede zu den schändlichen Ereignissen von 1938 Stellung nahm, begrüßte er besonders Bischof Heinz Josef Algernissen, Dekan Sven Bengtberg, Roman Melamed von der Jüdischen Gemeinde und - nicht zuletzt - Hiltrud R. Strupp, die Jahrzehnte lange Vorsitzende der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit.

In der Zerstörung der jüdischen Gebetshäuser in ganz Deutschland durch die Nazis sah Möller eine wichtige Zäsur, "den Übergang von der Diskriminierung bis zur völligen Vernichtung". Voller Hoffnung habe Anne Frank in ihrem Versteck noch 1944 geschrieben: "Wir werden wieder Menschen sein und nicht nur Juden." Ganz anders, ganz realitätsbezogen habe Mascha Kaleko gedichtet: "Wir werden alt, bevor wir jung gewesen, und unser Leben ist Nochnichtsterben."

Den ausführlichen Artikel über die Gedenveranstaltung in Fulda finden Sie auf den Seiten der Fuldaer Zeitung.

  

(Bildquelle: Fuldaerzeitung.de)

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