Zwischen Melancholie und Stolz: Seit 25 Jahren engagiert sich der Förderverein Jüdische Geschichte und Kultur im Kreis wider das Vergessen

Daniel Neumann, der Geschäftsführer des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen, würdigte den Förderverein Jüdische Geschichte und Kultur Groß-Gerau anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums mit einer Festrede, die die Geschichte des Jüdischen Lebens in Deutschland von 1945 bis in die Gegenwart nachzeichnete.

Abbildung Zwischen Melancholie und Stolz:  Seit 25 Jahren engagiert sich der Förderverein Jüdische Geschichte und Kultur im Kreis wider das Vergessen

Ein herzliches „Masel tov“ zum 25. Geburtstag des Fördervereins Jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau stimmte Gitarrist Dimitry Reznik am Sonntagmorgen an: Der Musiker umrahmte mit dem Violinisten Daniel Kempin, Mitglied der jüdischen Gemeinde Frankfurt, die Feierstunde im Büchnersaal des Landratsamts. Kommunalpolitiker, Vertreter der Kirchen sowie jüdischer Nachbargemeinden waren zur akademischen Feier des Fördervereins gekommen.

„Das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung“, zitierte der ehemalige Landrat Willi Blodt aus seinem Vorwort zu einem Buch, das beispielhafte Geschichtsaufarbeitung leistet: „Verschwundene Nachbarn“ lautet der Titel. Das Buch wurde unter Blodts Regie Ende der achtziger Jahre erstellt. Angelika Schleindl hat sich auf Spurensuche jüdischer Familien im Kreis gemacht, ist in die USA und nach Tel Aviv gereist, um die Schicksale aufzuzeichnen. Dafür wurde ihr nun vom Förderverein die Ehrenmitgliedschaft übertragen. Die zweite Würdigung galt dem einstigen Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse, Horst Richter.

„Wer glaubt, all die Arbeit des Fördervereins inklusive des Wiederaufbaus der Erfelder Synagoge habe nichts gekostet, der irrt “, sagte Walter Ulrich, Vorsitzender des Fördervereins. Er erinnerte an das baufällige Gotteshaus, das, unterstützt von der Stadt Riedstadt, erworben und hergerichtet wurde. Horst Richter sei hervorragender finanzieller Berater und Beistand gewesen, dankte Ulrich.

Den ausführlichen Artikel über das Jubiläum des Fördervereins finden Sie auf den Seiten von Echo-Online oder in unseremArchiv (PDF, 21KB)

  

(Bildquelle: Echo-Online.de)

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