„Unsere Werte sind stärker als der Hass der Gegner“ - Jüdische Gemeinde Gießen feiert Neujahrsfest

„Wer Juden angreift, greift alle Menschen an“, sagte der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Gießen, Dow Aviv, zum jüdischen Neujahrsfest Rosch Haschana. „Judenhass darf und wird keinen Platz in Deutschland haben.“

Abbildung „Unsere Werte sind stärker als der Hass der Gegner“ - Jüdische Gemeinde Gießen feiert Neujahrsfest

Mit dem traditionellen Neujahrsgruß „Schanna Tova U Metukka“ wünschte Aviv den Mitgliedern der Gemeinde und den eingeladenen Gästen – darunter SPD-Landtagsabgeordneter Gerhard Merz, Stadtverordnetenvorsteher Egon Fritz, Stadtrat Burkhard Schirmer, Pfarrer Bernd Apel, Ökumene Beauftragter der evangelischen Kirche, Ehrenvorsitzender der islamisch-christlichen Gesellschaft und Vorsitzender des Rats der Religionen, Gerhard Schulze-Velmede, Vorsitzender des evangelischen Dekanats sowie Pfarrer Wolfgang Griebe vom Vorstand der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Gießen-Wetzlar, „ein glückliches und gutes Jahr 5775“ (nach dem Jüdischen Kalender).

Avivs Rückblick auf das vergangene Jahr war geprägt von der Sorge über „antisemitische Hetze und gewalttätige Demonstrationen in ganz Europa unter dem Decknamen antiisraelischer beziehungsweise propalästinensischer Demonstrationen“. Darauf habe die Jüdische Gemeinschaft mit einer großen Demonstration von mehreren Tausend Menschen in Berlin unter dem Motto „Steht auf! Nie wieder Judenhass!“ erfolgreich reagiert und ein europaweites Zeichen gesetzt. Lob zollte er dem Bundespräsidenten, den Mitgliedern der Bundesregierung, den politischen Parteien, den beiden christlichen Kirchen, Vertretern der Medien und vielen Organisationen wie DGB und DFB, die durch ihre „klaren und unmissverständlichen Aussagen“ die Botschaft der Jüdischen Gemeinschaft verstärkt hätten.

Den ausführlichen Artikel über das Neujahrsfest in Gießen finden Sie auf den Seiten des Gießener Anzeigers.

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