Ein Gott, ein Stammvater und drei Religionen: Podiumsdiskussion in Gießen

Die Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz begrüßte zum Tag der Religionsstifter 80 Besucher unterschiedlichster Herkunft im Netanya-Saal des Alten Schlosses.

Abbildung Ein Gott, ein Stammvater und drei Religionen: Podiumsdiskussion in Gießen

„Dieser Tag ist für uns alle ein ganz besonderer und das Motto Toleranz und freies Miteinander‘ steht auch für das gute Zusammenleben vieler Nationalitäten und Religionen in Gießen“, sagte Dietlind Grabe-Bolz.

Eingeladen hatte die Glaubensgemeinschaft Ahmadiyya Muslim Jamaat. Die drittgrößte islamische Gemeinschaft der Welt engagiert sich in der staatlichen Ausbildung von Imamen in Deutschland und hatte zum „Tag der Religionsstifter“ eine Podiumsdiskussion mit Vertretern der drei „Abrahamsreligionen“ organisiert. Mubashar Cheema, der Pressesprecher der Glaubensgemeinschaft begrüßte die Besucher und moderierte die Diskussion und die anschließende Aussprache mit dem Publikum.

„Mir ist es sehr wichtig, dass die verschiedenen Religionsgemeinschaften mehr miteinander zu tun haben und aufeinander zugehen“, sagte Dow Aviv. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Gießen verwies darauf, dass Toleranz von seinem Ursprung her dem Wort „Duldung“ entstamme und das sei ihm als Umgang mit den anderen Religionen eindeutig zu wenig. „Religion kann Menschen zu gesellschaftlich positivem Verhalten bringen und darin liegt ihre Stärke und Bedeutung“, so Aviv weiter. Die jüdische Gemeinde Gießen vertrete darum auch die Haltung, sich immer für alle Bürger zu öffnen. Als sinnstiftende Kräfte seien die Religionen in der modernen Gesellschaft von unschätzbarem Wert. Seine Gemeinde pflege darüber hinaus auch einen engen Kontakt mit anderen Glaubensgemeinschaften.

Den ausführlichen Artikel über die Podiumsdiskussion in Gießen finden Sie auf den Seiten des Gießener Anzeigers.

  

(Bildquelle: Giessener-Anzeiger.de)

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