Jüdische Geschichte, zeitgemäß präsentiert: ein Medientisch ergänzt die Präsentation im Museum der Jüdischen Gemeinde Darmstadt

Anfassen, was sonst hinter Glas ist – allerdings nur digital. Der Medientisch im Museum der Jüdischen Gemeinde erlaubt einen Blick in die Darmstädter Haggadah, die vor Berührung geschützt werden muss.

Abbildung Jüdische Geschichte, zeitgemäß präsentiert: ein Medientisch ergänzt die Präsentation im Museum der Jüdischen Gemeinde Darmstadt

Mit der Zeit geht das kleine Museum der Jüdischen Gemeinde in Darmstadt. Die Geschichte der Darmstädter Juden wird an einem Medientisch mit Touchscreen präsentiert. Eine Initiative der im Winter verstorbenen Künstlerin Ritula Fränkel.

Zwischen Erinnerungstücken an die schrecklichen Jahre der Judenverfolgung in Darmstadt und rituellen Gegenständen des Judentums, steht seit Kurzem ein Medientisch im kleinen Museum der jüdischen Gemeinde Darmstadt. Jetzt wurde dieser in Anwesenheit des Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden, Mark Dainow, auch offiziell der Öffentlichkeit präsentiert. Gemeinsam mit der Darmstädter Bürgerstiftung hat der Zentralrat den Löwenanteil der Kosten von 41 000 Euro gestemmt.

Der große Bildschirm in der Mitte des Raums erinnert mit seinem Touchscreen an ein überdimensionales Smartphone. Was es damit auf sich hat, erläutert eingangs Moritz Neumann, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Darmstadt. Ein Museum müsse mit der Zeit gehen. „Früher war alles anders und aus Holz“, blickt Neumann augenzwinkernd zurück. „Ein Museum bestand in meiner Jugendzeit aus Pickelhauben und Epauletten.“

Eine Idee von Ritula Fränkel

Um aber heute Kinder und Jugendlichen das Judentum und die Geschichte der Darmstädter Juden näherzubringen, müsse man auch die neuesten technologischen und museumspädagogischen Ansätze integrieren und dazu gehöre eben auch ein Medientisch. Die Idee für den Medientisch geht auf die im Januar verstorbene Ritula Fränkel zurück. Alle Redner würdigen ihr Engagement und ihre Kreativität. Der Medientisch sei eine dauerhafte Hommage an Fränkels wichtige Erinnerungsarbeit, betont etwa Moritz Neumann.

Den ausführlichen Artikel über Präsentation des Medientisch im Museum der Jüdischen Gemeinde finden Sie auf den Seiten von Echo-Online oder in unseremArchiv (PDF, 282KB).

Einen weiteren Artikel über das Ereignis in Darmstadt finden Sie auf den Seiten der Jüdischen Allgemeine.

  

(Bildquelle: Echo-Online.de)

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