Ein Licht für die Stadt: Jüdische Gemeinde Offenbach feiert mit der Stadt am Dienstag das Anzünden des Chanukka-Leuchters.

Längst ist es Tradition geworden, dass die Jüdische Gemeinde Offenbach zum Chanukka-Fest auf den Platz vor dem Rathaus zum Feiern einlädt. So wird es auch am Dienstag, 8. Dezember, sein: Um 18 Uhr entzünden Rabbiner Mendel Gurewitz und Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD) gemeinsam die Kerzen der großen Chanukkia, des mehrarmigen Leuchters.

Abbildung Ein Licht für die Stadt: Jüdische Gemeinde Offenbach feiert mit der Stadt am Dienstag das Anzünden des Chanukka-Leuchters.

„Es ist das 17. gemeinsame Fest“, sagt Cecilia Rosner von der Jüdischen Gemeinde, „unser Rabbiner Gurewitz hat es hier eingeführt.“ In den vergangenen Jahren haben stets um die 100 Besucher an dem Fest teilgenommen. Die Gemeinde hofft, dass dies auch in diesem Jahr wieder der Fall sein wird. „Nach den Ereignissen in letzter Zeit bin ich etwas gespannt, wie viele kommen“, sagt Rosner, „aber ich bin da schon guter Dinge.“

Erinnerung an ein Wunder

Mit dem Lichterfest gedenken Juden in aller Welt der Wiedereinweihung des Jerusalemer Tempels im jüdischen Jahr 3567 (164 v. Chr.): Obwohl das Öl für den Leuchter im Tempel nur einen Tag hätte reichen sollen, hätten die Kerzen durch ein Wunder ganze acht Tage gebrannt. Zur Erinnerung daran wird seitdem ein achttägiges Fest, das Chanukka-Fest, gefeiert.

In diesem Jahr hat das Fest schon am Sonntag begonnen, nach Sonnenuntergang ist bei Familien und in jüdischen Gemeinden die erste der acht Kerzen des Chanukkaleuchters entzündet worden. „Das Fest geht noch bis nächsten Sonntag, da brennen dann alle acht Kerzen“, sagt Rosner.

Zum Fest auf dem Platz an der Berliner Straße werden auch wieder die traditionellen Leckereien Latkes und Sufganiot gereicht. „Da es bei dem Fest um ein Wunder mit Öl geht, werden eben in Öl ausgebackene Speisen angeboten“, sagt Rosner. Sufganiot ähneln den Kräppeln, Latkes Kartoffelpuffern.

Den ausführlichen Artikel über das Zünden der Chanukkakerzen in Offenbach finden Sie auf den Seiten der Frankfurter Rundschau.

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