Von der Synagoge zur Konzerthalle Capitol

Vor 100 Jahren wurde die Synagoge von Offenbach eingeweiht. Die Historie des Gebäudes spiegelt ein von Hoffnung, Zerstörung, Tod und Wiederaufbau geprägtes Jahrhundert wider. Inzwischen treten im Capitol Bands wie Coldplay auf.

Abbildung Von der Synagoge zur Konzerthalle Capitol

Der Magier Harry Keaton schätzt die in Blau, Rot und Gold getauchte Kulisse des Offenbacher Capitols. Auch der Kabarettist Urban Priol und die britische Band Coldplay waren schon zu Gast. In einer Woche kommt der Sänger James Morrison.

Gemeinde zählte 3.000 Mitglieder

Damals setzte der große, von außen fast unverändert gebliebene Kuppelbau "ein wichtiges Zeichen für ein gleichberechtigtes Judentum", sagt der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Offenbach, Alfred Jacoby. Vom Selbstbewusstsein der damals etwa 3.000 Menschen zählenden Gemeinde zeugen nicht nur die Größe, sondern auch die Baukosten: rund 800.000 Mark.

Eine große Summe, ein Arbeiter erhielt in dieser Zeit etwa 80 Mark Monatslohn, wie die Leiterin des Stadtarchivs Offenbach, Anjali Pujari, erklärt. Bei der Einweihung glaubten die jüdischen Bürger der Stadt trotz des Ersten Weltkriegs, die Türen der Synagoge "seien das Eintrittsportal zur vermeintlichen Sonnenseite des Lebens".

Den ausführlichen Artikel über die ehemalige Synagoge in Offenbach finden Sie auf den Seiten der Hessenschau.

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