Gedenken zum 78. Jahrestag der Pogromnacht in Darmstadt

Die Gefahr des Antisemitismus ist auch nach 78 Jahren nicht vorüber. Er ist immer noch virulent und auch in unserer Gesellschaft zu finden. Das betonten in ihren Reden bei der Gedenkfeier für die Opfer des 9. November 1938 in der Synagoge Darmstadt der Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde, Daniel Neumann, und Oberbürgermeister Jochen Partsch: "Der Antisemitismus ist zurück."

Abbildung Gedenken zum 78. Jahrestag der Pogromnacht in Darmstadt

Als dritter Redner sprach Manfred Göbel als Vertreter der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und Direktor der Edith-Stein-Schule.

Die Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 stellte den "Beginn des systematischen und organisierten Mordens" der Nationalsozialisten dar, der Drangsalierung jüdischer Menschen, so Partsch weiter, unter dem Beifall des "pöbelnden und marodierenden Mobs", auch in Darmstadt.

Brennende Synagogen damals, heute brennende Flüchtlingsheime, das seien Bilder, die sich wiederholten. Das wecke Assoziationen zum Thema "Feindbild", das sei Hass auf das Andere, das Fremde.

Um die Strukturen dieser Mechanismen aufzudecken, "die alt sind", müssten die Methoden der Fanatiker klar benannt werden, "auch wenn sie sich selbst zu Märtyrern stilisieren". Ein Merkmal sei die Instrumentalisierung der Affekte im Zusammenhang mit Ressentiments und Voreingenommenheit. Diese führe zu Feindschaft und Verrohung, die in unserer Gesellschaft sehr wohl zu erkennen sei.

Den ausführlichen Artikel zur Gedenkveranstaltung in Darmstadt finden Sie auf den Seiten von Echo Online.

  

(Bildquelle: Echo-Online.de)

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