Ausstellung „Nashim“ im Wiesbadener Rathaus zeigt 30 Schwarzweißporträts jüdischer Frauen von Rafael Herlich

„Wir wollen Verständnis wecken, nicht Einverständnis verlangen“, erklärte Jacob Gutmark, Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden, die Intention der Veranstaltungsreihe „Tarbut – Zeit für jüdische Kultur“.

Abbildung Ausstellung „Nashim“ im Wiesbadener Rathaus zeigt 30 Schwarzweißporträts jüdischer Frauen von Rafael Herlich

Die verschiedenen kulturellen Veranstaltungen sollen informieren, Interesse wecken und zum Dialog einladen. In Kooperation mit dem Kulturamt stellt „Tarbut“ in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal jüdisches Leben und jüdische Kultur öffentlich in den Mittelpunkt, „um ein breites Publikum zu erreichen, das mit dem Judentum nur wenig anfangen kann“, wie Kulturdezernent Axel Imholz bei der Eröffnung hervorhob.

Den Auftakt der Veranstaltungsreihe bildet die Ausstellung „Nashim“ (Frauen) des Frankfurter Fotografen Rafael Herlich im Rathaus. Auf großformatigen Schwarzweißfotografien porträtiert der in Tel Aviv geborene Künstler jüdische Frauen in Deutschland in ihrem Alltag. „Es sind selbstbewusste Frauen, die bereit sind, ihr Gesicht zu zeigen und ihre Geschichte zu erzählen.“ Allen gemeinsam ist der jüdische Hintergrund, die Protagonistinnen der 30 ausgestellten Bilder sind jedoch sehr unterschiedlich: Da ist die Auschwitz-Überlebende im Kreis ihrer kleinen Familie, die ohne den Holocaust viel größer gewesen wäre. Eine junge Läuferin bei der Teilnahme an den Maccabi Games, einer jüdischen Sportveranstaltung. Oder die Bundeswehrsoldatin, die für Freiheit einstehen und kämpfen will.

Den ausführlichen Artikel Eröffnung der Ausstellung in Wiesbaden finden Sie auf den Seiten des Wiesbadener Kuriers.

  

(Bildquelle: Wiesbadener-Kurier.de)

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