Antisemitismus als Krankheit der Gesellschaft

Mit viel Beifall bedacht worden ist eine Rede von Daniel Neumann beim Neujahrsempfang der SPD Arheilgen am Sonntag im „Goldnen Löwen“. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Darmstadt und Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinden in Hessen rief die Politik auf, endlich die Verbreitung von Hass und Aufrufe zur Gewalt gegen Juden im Rahmen antiisraelischer Demonstrationen zu verhindern.

Abbildung Antisemitismus als Krankheit der Gesellschaft

„Antisemitismus ist eine Krankheit unserer Gesellschaft und erlebt in Deutschland die heftigsten Ausschläge. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs habe aufgrund der Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus niemand erwartet, dass Fremdenhass und Antisemitismus so bald zum Vorschein kommen würden.

Mit Verweis auf Sicherheitsmaßnahmen vor jüdischen Einrichtungen fragte Neumann rhetorisch: „Wer würde schon sein Kind in eine jüdische Kita schicken, die schwerbewacht werden muss?“ Scharf wandte sich Neumann gegen die AfD, die sich vor die Juden stelle, um Stimmung gegen Muslime zu machen. Diese Spaltung der Gesellschaft müsse verhindert werden. Unter Verweis auf ein Tucholsky-Zitat forderte er: „Dieses Land sollte eine Partei wie die AfD nie mehr dulden.“

Neumann plädierte für mehr Investitionen in Bildung, um Vorurteile zu bekämpfen, ein Auseinanderdriften der Gesellschaft zu verhindern und daran zu arbeiten, aus patriarchalischen Denkmustern zu kommen.

Den ausführlichen Artikel über den Neujahrsempfang der SPD in Darmstadt finden Sie auf den Seiten von Echo-Online.

  

(Bildquelle: echo-online.de)

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